Von: Achim Lorenz Wenige Stunden nach der Rücktrittserklärung des Verteidigungsministers listete die Homepage des Magazins „Stern“ die Verlierer und die Gewinner der Plagiarismus-Affäre auf. Zu den Verlierern zählte das Blatt neben der Union und diversen Politikern aus ihren Reihen auch die „Bild“-Zeitung. Als größten Gewinner verortete der „Stern“ das Internet, denn der „Guttenplag-Wiki“ „[…]hatte selbst die „Bild“-Zeitung nur wenig entgegenzusetzen. […] Kein Mensch, kein Team, keine Arbeitsgemeinschaft hätte so schnell die Dimension des Plagiats entlarven können.“ Internet schlägt Printmedien? Es ist wohl nicht vermessen zu behaupten, das Internet habe bei dem Fall Guttenbergs eine bedeutende, vermutlich sogar entscheidende Rolle gespielt. Ohne Internet hätte der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano die ersten kopierten Textstücke wohl nie gefunden. Vor allem aber wäre ohne Internet das Ausmaß, in dem Guttenberg offensichtlich plagiiert hat, niemals bekannt geworden. Ohne die immer neuen Meldungen über weitere entdeckte Textkopien hätte sich die Aufregung nach wenigen Tagen …

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Von Achim Lorenz Spiegel Online hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel veröffentlicht, der die Bedeutung von Facebook, Twitter und Konsorten für die Ereignisse in Tunesien und Ägypten betrachtet. Der Tenor lautet: Es gibt keine „Facebook-Revolution“ und keine „Twitter-Revolution“, auch wenn das Internet einen gewissen Einfluss ausübt. So sei die Rolle des Kurznachrichtendienstes Twitter bei der iranischen Revolte 2009 maßlos überschätzt worden: Nur etwa 60 Iraner, so eine Untersuchung des arabischen Nachrichtensenders al-Dschasira, hätten zu dieser Zeit Twitter genutzt, viele von ihnen schrieben ihre Nachrichten in Englisch und nicht in der Landessprache Farsi. Facebook wiederum, meint der kanadische Journalist und Bestsellerautor Malcolm Gladwell, stelle nicht die engen sozialen Kontakte zwischen seinen Nutzern her, die notwendig seien, um Menschen zum Protest zu motivieren. Für lose Bekanntschaften nehme man nicht das mit Protesten verbundene Risiko auf sich. Haben die sozialen Netzwerke also keinerlei Bedeutung? Das nun nicht, sagt Evgeny Morozov, …

Tunesien und Ägypten: Welche Rolle spielen soziale Netzwerke wirklich? Weiterlesen »

Die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) fördert den Einsatz und die Entwicklung multimedialer Lernelemente seit 1999. Das bayerische hochschulübergreifende Netzwerk stellt Studierenden sowie an Fort- und Weiterbildung Interessierten virtuelle Lernangebote zur Verfügung, die in das Präsenzstudium an den Hochschulen eingebunden sind. Einbezogen sind Informatik, Ingenieurwissenschaften, Medizin, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und sogenannte fachübergreifende Schlüsselqualifikationen.

Dieses Projekt läuft seit 1996 mit dem Ziel, Telearbeit zu fördern. Der Verein vermittelt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Planung und Einführung. Auch Telelearning-Aspekte sind einbezogen, insbesondere im 2004 aufgesetzten Projekt „Blended Learning im virtuellen Raum“. Eher nachdenklich wird man angesichts der Website darüber, dass als Homepage zunächst eine Aufforderung zum Besuch eines Online-Shops erscheint – erst wenn der Besucher zwischen Flash-Version und „für den kleinen Browser“ wählt, erscheinen die eigentlichen Aktivitäten des Vereins. HH

Auf dem Weiterbildungsblog findet sich viele Einzeleinträge, strukturierte Links zu verschiedenen Institutionen, zu älteren Beiträgen im Archiv (seit 4/2003), zu Konferenzen, über 20 Kategorien von Bildungscontrolling bis zur Zukunft des Internets, eine Suchfunktion und das Angebot einer Mailingliste. Sehr sind auch weiterführende Links zu anderen E-Learning-Blogs. 10.04.2005; HH