ANNA: Das vernetzte Leben – von Ludwig Reicherstorfer

Ein Projekt über Algorithmen und Künstliche Intelligenz in unser aller Alltag: Wie wir Menschen bereits heute für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz sensibilisieren.

Von Ludwig Reicherstorfer

Vor einigen Jahren hörte man den Satz “Das Internet wird immer wichtiger” fast täglich. Im gesellschaftlichen, politischen und im öffentlichen Diskurs in den Medien war dies eine Feststellung, die die technologische Revolution und ihre Auswirkung in alle Lebensbereiche hinein betonte.  Heute wirkt der Satz wenig visionär, denn dass wir uns in einer digitalen Gesellschaft befinden, streitet niemand mehr ab. Ähnliches wie seinerzeit das Internet, erfährt im Moment das Thema “Algorithmen und Künstliche Intelligenz”. Überall wird darüber gesprochen und geschrieben, welche zentrale Rolle diese beiden Aspekte moderner Technologie heute und in (naher) Zukunft einnehmen werden.

Auch wir von iRights widmen uns diesem Thema. Dabei nehmen wir bewusst eine Perspektive ein, die bisher – zumindest nach unserem Dafürhalten – noch zu wenig beachtet wird: die der Verbraucher*innen. Weiterlesen ›

Künstliche Intelligenz, made in Europe – von Dr. Anna Christmann

Künstliche Intelligenz europäisch entwickeln und zum Wohl von Gesellschaft und Umwelt gestalten: Wir brauchen KI, die auf der Grundlage europäischer Werte in Europa erforscht und entwickelt wird. Doch in Deutschland fehlt die Strategie. Ein Debattenbeitrag zum Stuttgarter Zukunftssymposium Ethik und KI.

von Dr. Anna Christmann, MdB

Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen und autonome Systeme werden unsere Welt in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Als Grüne wollen wir die Kraft dieser Veränderungen vor allem auch für die sozialökologische Modernisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nutzen. Damit das gelingt, müssen Deutschland und Europa KI selbstbestimmt erforschen, entwickeln und einsetzen können. Denn nur wer KI in all ihren Facetten versteht, kann sie auch nach den eigenen gesellschaftlichen, politischen und ethischen Vorgaben souverän gestalten.  Weiterlesen ›

Datenreichtum und Datenschutz kombinieren – von Michael Mörike

Nutzung der Informationstechnologie

Wie mit der modernen Blockchain-Technologie unsere Privatsphäre wieder geschützt werden kann.

Von Michael Mörike

In der Internetwelt gibt es zwei gegenläufige Trends: Einerseits greifen Unternehmen mehr und mehr Daten von uns ab und verdienen damit Geld. Wir geben die Daten ziemlich freiwillig her – um nicht zu sagen ziemlich leichtfertig – ohne dafür eine angemessene Gegenleistung zu bekommen. Dabei wird unsere Privatsphäre immer kleiner. Andererseits werden immer neue gesetzliche Schutzmechanismen für unsere Privatsphäre erlassen, die wir eher als zusätzlichen Aufwand denn als wirklichen Schutz empfinden. Neuestes Beispiel in der EU ist die DSGVO. Aber auch anderswo gibt es solche Bestrebungen.

Ist uns unsere Privatsphäre so unwichtig? Weiterlesen ›

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DJ AIKI: wenn KI den DJ spielt – von Georg-Ludwig Verhoeven

Unser Blogger Georg-Ludwig Verhoeven macht sich Sorgen um die Zukunft der DJs. Werden sie durch KI bald arbeitslos?

von Georg-Ludwig Verhoeven

Die Bässe wummern, die Rhythmen hämmern, die Lichteffekte erzeugen den Eindruck, man sitzt in einem ausbrechenden Vulkan. Die Fans tanzen und schreien, und hier und werden auch Substanzen eingenommen, die die Stimmung weiter anheizen. So kennen wir die Stimmung in Discos. Und wer sitzt vorne am Pult und fährt diese ganze Show? Sehen kann man von der Tanzfläche ja kaum etwas, und letztlich ist es ja auch egal – man amüsiert sich. Wer da sitzt, ist DJ AIKI, und das ist – ein KI-System, aber kein DJ aus Fleisch und Blut. Der Name DJ AIKI klingt zunächst mal japanisch, ist aber einfach die Kombination aus „Artificial Intelligence“ und „Künstliche Intelligenz“.

Geht das? Sind die aktuellen menschlichen DJs mit ihren Millionengagen eine aussterbende Spezies? Weiterlesen ›

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Pro und Contra: Kann man Maschinen und Robotern Ethik beibringen? (3) – von Prof. Dr. Karsten Weber

Vor zwei Wochen stritten unsere Blogger Michael Mörike und Georg-Ludwig Verhoeven darüber, ob Maschinen und Roboter Ethik lernen können. Heute antwortet Prof. Dr. Karsten Weber, Ko-Leiter des Instituts für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung an der OTH Regensburg.

Von Prof. Dr. Karsten Weber

In seinem Maßstäbe setzenden Aufsatz „Computing Machinery and Intelligence“ aus dem Jahr 1950 schlug der britische Mathematiker Alan M. Turing einen Test vor, mit dessen Hilfe entschieden werden könne, ob eine Maschine intelligent sei bzw. denken würde – allerdings muss das Wort „denken“ in diesem Kontext in Anführungszeichen gesetzt werden. Die Idee Turings ist so einfach wie genial: Gelänge es einer Maschine in diesem Test nicht als Maschine identifiziert, sondern für einen Mensch gehalten zu werden, so hätte diese Maschine den Turing-Test bestanden: Die Maschine wäre „intelligent“ oder „denkt“. „Denken“ heißt im Kontext des Tests bestimmte kommunikative Fähigkeiten zu besitzen, ohne dass damit bereits unterstellt werden würde, wie diese realisiert sein müssen. Mit dem Bestehen des Turing-Tests geht somit nicht einher, dass angenommen werden würde, dass eine Maschine genauso denke wie ein Mensch, sondern eben nur, dass es dieser Maschine gelingt, in einem Menschen die Überzeugung zu wecken, mit einem denkenden Wesen zu interagieren. Um den Turing-Test bestehen zu können, ist es also nicht wichtig, dass die Maschine tatsächlich denkt, sondern es ist wichtig, dass Menschen die Überzeugung haben, dass sie denkt. „Denken“ ist hier also eine Zuschreibung; der Unterschied zwischen „X denkt“ und „ich glaube, dass X denkt“ ist, so kann man Turing verstehen, im Grunde nicht sinnvoll zu ziehen. Mit anderen Worten: Bezüglich des Denkens ist nicht so sehr die Erste-Person-Perspektive wichtig, sondern die Dritte-Person-Perspektive. Weiterlesen ›

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