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	<title>Georg Ludwig Verhoeven &#8211; HumanIThesia: Diskussionsportal für humane Nutzung der IT</title>
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	<title>Georg Ludwig Verhoeven &#8211; HumanIThesia: Diskussionsportal für humane Nutzung der IT</title>
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		<title>Würden Sie sich von einem Papageien behandeln lassen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Ludwig Verhoeven]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 18:19:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[...bzw. von jemandem, der jahrelang im Büro eines Neurochirurgen gelebt und dessen sämtliche Gespräche – persönlich, per Telefon und per Videokonferenz - mit seinen Kolleginnen und Kollegen angehört hat? 
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2765" class="elementor elementor-2765" data-elementor-post-type="post">
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									<p style="font-weight: 400;">Na gut, ich will die Frage präzisieren: Es geht nicht um einen normalen Papagei, sondern um einen, der jahrelang im Büro eines Neurochirurgen gelebt und dessen sämtliche Gespräche – persönlich, per Telefon und per Videokonferenz &#8211; mit seinen Kolleginnen und Kollegen angehört hat. Nach und nach hat er mitbekommen, was sie sagen, wie sie Sätze aufbauen, und wie sie auf die Fragen, Widersprüche und Kritik anderer Beteiligter reagieren. Mit seinem über Jahre angesammelten Schatz an Wörtern, Floskeln und Sätze geht er selbstbewusst in eine Facharztprüfung, hält irgendwann Vorträge und stellt Diagnosen.</p><p style="font-weight: 400;">Einer seiner Nestgenossen ist auf gleiche Art in der Finanzwelt tätig und verwaltet Investment Fonds, ein dritter verfasst Kochzepte, andere konstruieren Brücke, Flugzeuge und vieles mehr.</p><p style="font-weight: 400;">Das Szenario mag jetzt unheimlich erscheinen, aber es ist durchaus damit vergleichbar, was gegenwärtig unter dem Titel <a href="https://openai.com/blog/chatgpt/" target="_blank" rel="noopener">ChatGPT von OpenAI</a> (und vergleichbarer Systeme anderer Hersteller) durch die Medien zieht.</p><p style="font-weight: 400;">ChatGPT hat unzählige Texte „gelesen“, statistisch ausgewertet (welche Wörter folgen oft aufeinander, wie sind Sätze aufgebaut, wie werden Sätze formuliert, die auf Menschen freundlich wirken) und kann jetzt so formulieren, dass es wie von Menschen verfasst erscheint. ChatGPT erzielt ohne Zweifel textliche Ergebnisse, die noch vor kurzer Zeit unvorstellbar waren. Aber das war „er“(„sie“, „es“?) da von sich gibt, ist – auf zugegebenermaßen hohem sprachlichen Niveau – ohne jegliches Verständnis des Inhaltes. Ganz so wie die Angehörigen anderer Berufsgruppen, die in geschliffener Sprache nicht aussagen.</p><p style="font-weight: 400;">Und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb? &#8211; liest man heute Sätze wie „ChatGPT schafft US-Mediziner-Examen“, ChatGPT besteht Jura-Prüfung in Minnesota“, und manche freuen sich schon darauf, dass ChatGPT künftig ihre Hausaufgaben erledigt und Seminararbeiten schreibt.</p><p style="font-weight: 400;">Diese Entwicklung muss überaus kritisch betrachtet werden.</p><p style="font-weight: 400;">Schon haben erste Forscher nachgewiesen, dass ChatGPT zum Beispiel bei einfachen arithmetischen Rechenoperationen falsche Ergebnisse liefert. Wieso? Ganz einfach, das System hat keine Ahnung, dass es sich hier um eine arithmetische Operation handelt, sondern es ist darauf angewiesen, dass es die Lösung dieser Aufgabe an anderer Stelle gesehen hat.</p><p style="font-weight: 400;">Nach dem ersten Hype reagieren die Hersteller inzwischen zunehmend zurückhaltend bis panisch, nachdem die Chatbots in Konversationen ausfällig wurden, Menschen bedroht oder schlicht und einfach die Unwahrheit verbreitet haben.</p><p style="font-weight: 400;">Die Hersteller sind dabei, ihre Chatbots weiterzuentwickeln und investieren hierfür gigantische Geldbeträge. Aber ob sie so die Systeme zu zu Neuromedizinern, Fondsmanagern, 3-Sterne-Köchen oder Ingenieuren werden?</p><p style="font-weight: 400;">Ich würde jedenfalls die Eingangsfrage mit einem glatten „Nein“ beantworten.</p>								</div>
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		<title>Hat Künstliche Intelligenz Grenzen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Ludwig Verhoeven]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2019 14:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Klaus-Ulrich Moeller, Zeitgeist-Forscher aus Sasbach, beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Menschen und Maschinen. Er schreibt (Zitat) &#8222;Für Unternehmen und Führungskräfte ist es dringend erforderlich zu entscheiden, was künftig von Maschinen, was von Menschen erledigt werden soll und wie ich &#8230;<p class="read-more"> <a class="more-link" href="https://humanithesia.org/hat-kuenstliche-intelligenz-grenzen"> <span class="screen-reader-text">Hat Künstliche Intelligenz Grenzen?</span> Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
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<h4 style="text-align: justify;">Dr. Klaus-Ulrich Moeller, Zeitgeist-Forscher aus Sasbach, beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Menschen und Maschinen. Er schreibt (Zitat) &#8222;Für Unternehmen und Führungskräfte ist es dringend erforderlich zu entscheiden, was künftig von Maschinen, was von Menschen erledigt werden soll und wie ich den Menschen &#8222;enable&#8220;, das auch zu leisten. Viele gesellschaftliche Phänomene sind letzten Endes auf diese sich abzeichnende &#8222;Deprivation&#8220; des Menschen gegenüber der immer intelligenter werdenden Software zurückzuführen.&#8220;</h4>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: large;">Noch vor einigen Jahren schien klar zu sein, dass Künstliche Intelligenz viel verändern, aber niemals dem Menschen seine ureigensten Fähigkeiten streitig machen könnte: Kreativität, Intuition, Emotionalität, Sinnlichkeit, Erkenntnisfähigkeit, Bewusstsein – das berühmte Wissen um die eigene Existenz. Wir sind inzwischen eines Besseren belehrt, seit intelligente Software Bilder wie van Gogh malt, Sinfonien wie Beethoven komponiert und Bücher schreibt, die von Tolstoi stammen könnten. </span><span style="font-size: large;">Seit Software nicht nur Gesichter unterscheiden („facial recognition“), sondern anhand von Mimik, Gestik und Sprache auch emotionale und Stimmungszustände von Menschen erkennen und entsprechend reagieren kann.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span id="more-1717"></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: large;">All das, was wir für so hoch individuell und nicht nachahmbar gehalten haben, folgt offenbar ebenso Mustern und Strukturen wie unsere externen Handlungen – Bewegungsprofile, Handlungsprozesse, Kaufentscheidungen, Einordnung in sozioökonomische Gruppen. Dass KI quasi schon in ihrer Geburtsstunde diese Hürde in unser vermeintlich exklusiv „Menschliches“ locker überspringt, ist vielleicht mit eine der wichtigsten Beobachtungen dieser Tage. Denn wenn auch diese „zone protégée“, unsere Individualität, nicht vor klugen Algorithmen sicher ist, wenn sich offenbar auch Kreativität, Intuition und Absichten in Muster zerlegen lassen, liegt die Vermutung nahe, dass es sich im nächsten Schritt mit unseren Gedanken, unserem Unterbewussten und unserer Vergegenwärtigung unserer selbst nicht anders sein wird. Auch wenn es noch ein paar Jahre hin sein sollten: Es spricht denklogisch nichts dagegen, dass sich auch diese, im Begriff der „Seele“ komprimierten Zustände des ICHs, strukturiert, nachvollziehbar und damit kopierbar darstellen lassen. Die KI wird davor nicht einfach deswegen Halt machen, weil wir das so wünschen und für ethisch nicht in Ordnung halten.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: large;">Nun ist die Mustererkennung des Unterbewussten durch KI das eine, die Übernahme oder Übertragung in die eigene Identität durch einen Roboter etwas anderes. Dies würde in der Tat voraussetzen, dass dieses Unterbewusste erfassbar und in mathematische Formeln transferierbar ist. Doch auch hier öffnen uns die Neurowissenschaften durch Gedankenerkennung und die Entschlüsselung der chemischen Prozesse im Hirn seit ein paar Jahren ungeahnte Horizonte. Die Steuerung von Extremitäten bei gelähmten Personen alleine durch die Kraft der Gedanken ist ja fast schon – man möchte sagen segensreiche – Routine. Da wir uns schon in der Einzigartigkeit unserer menschlichen Kreativität, Intuition oder anderer Empfindungen wie Empathie, Sorge, Angst und Freude geirrt haben, sollten wir uns nicht zu sicher wähnen, ob wir nicht der gleichen Selbsttäuschung bei unserem Unterbewusstsein unterliegen.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: large;">Letztendlich wird es keinen großen Unterschied machen, ob Robotic diese Zustände nur lebensecht nachahmt oder ob sie aus seinem eigenen, ganz unmathematischen Innern stammen. Einer Pflegeperson wird das dann ganz herzlich egal sein – Hauptsache, es ist jemanden da, der sich liebevoll um sie kümmert. Wir können aber auch eine große Chance sehen: Beide Seiten, Robotic und Mensch, können voneinander lernen – ohne dass wir heute schon wissen, wie weit das je reichen wird. Doch wenn wir Menschen nicht nur die Fähigkeiten intelligenter Software halb lächelnd, halb bewundernd, beobachten, sondern versuchen, selber von der Software zu lernen, dann könnten wir sogar einen großen Sprung in unserer eigenen Intelligenz machen – unseren sozialen, kommunikativen und mentalen Fähigkeiten ebenso wie in unserer Art, komplex zu denken, bessere Entscheidungen zu treffen und auf unsere Daten statt auf unsere Gefühle zu vertrauen. Es wäre für uns Menschen ein gewaltiger Schritt.</span></p>
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		<title>Bequemes Leben mit Smartphones &#8211; oder soziales Dilemma? &#8211; von Rob Holub</title>
		<link>https://humanithesia.org/bequemes-leben-mit-smartphones-oder-soziales-dilemma-von-rob-holub</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Ludwig Verhoeven]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 07:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Schweizer Medienschaffende &#8211; Filmemacher, Musiker, Moderator &#8211; Rob Holub sinniert über sein Handy und seinen Umgang damit. Er präsentiert Tipps, die ihm dabei helfen, den Umgang mit dieser immer mächtiger werdenden IT humaner zu machen. MEINE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG: DIE &#8230;<p class="read-more"> <a class="more-link" href="https://humanithesia.org/bequemes-leben-mit-smartphones-oder-soziales-dilemma-von-rob-holub"> <span class="screen-reader-text">Bequemes Leben mit Smartphones &#8211; oder soziales Dilemma? &#8211; von Rob Holub</span> Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Schweizer Medienschaffende &#8211; Filmemacher, Musiker, Moderator &#8211; Rob Holub sinniert über sein Handy und seinen Umgang damit. Er präsentiert Tipps, die ihm dabei helfen, den Umgang mit dieser immer mächtiger werdenden IT humaner zu machen.</h4>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>MEINE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG: DIE RICHTIGE BALANCE FINDEN!</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Ich liebe mein Smartphone. Manchmal hasse ich es auch! Das Smartphone kann jedoch nur wenig dafür, denn letztlich hat das mehr oder weniger permanente Unwohlsein dabei nur mit mir zu tun. So bin ich der Meinung, den Umgang damit mehrheitlich unter Kontrolle zu haben, in anderen Momenten fühle ich mich dem zweifellos höchst intelligenten Gerät jedoch völlig ausgeliefert. Nein, ich habe meine Balance dazu noch keineswegs gefunden, arbeite aber immerhin täglich daran. </span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="nl-NL">Wie viel online-Aktivitäten sind ertr</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">äglich, wie viel davon unabdingbar &#8211; und wann ist angesagt, schlichtweg offline zu sein? Oder sollte die Verschmelzung von „Off und On“ bereits allzu groß, das Smartphone quasi längst zu einer integrierten Verlängerung meiner Hand, bzw. meines integralen Daseins geworden sein?</span></span></p>
<p><span id="more-1684"></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Dieses persönliche Ungleichgewicht im Umgang mit Kommunikationstechnologie widerspiegelt womöglich ein größeres soziales Dilemma, in welchem wir uns als Gesellschaft nunmehr schon seit Längerem befinden. Kaum ergeht es damit nur mir so&#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 1: </b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Schreibe dir mal während einer Woche auf, wieviel Zeit du für was mit deinem Smartphone verbrauchst und was es dir letztlich alles gebracht hat: Du wirst wohl krass überrascht sein!</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>LIEBER HAUSARZT: WIE VIEL DARF ICH DAVON PRO TAG KONSUMIEREN?</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Wenn ich als Mann zwei Bier pro Tag trinke (bei der Frau sind es naturgemäss die Hälfte), dann weiß ich, dass diese Ration gemäß meinem Hausarzt in einem Bereich liegt, der gesundheitlich vertretbar ist. Auch dabei scheiden sich zwar die Geister, aber an irgendetwas muss sich der Mensch ja orientieren können. Bei der Benutzung meines Smartphones kann mir jedoch weder mein Hausarzt noch ein Psychologe Werte angeben, nach denen ich mich richten kann, um zu wissen, ob mir das jetzt gut tut oder nicht. Und das, obwohl der übermäßige Gebrauch von Social Media durchaus gesundheitliche Risiken in sich birgt. Denn dieser Mechanismus funktioniert nach dem Prinzip des Belohnungssystems im Hirn und ist indirekt vergleichbar mit demjenigen eines Rauchers. Zieht man sich eine Zigarette rein, werden im </span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="it-IT"><i>Nucleus accumbens</i></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"> </span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="en-US">gro</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">ße Mengen des Neurotransmitters Dopamin ausgeschüttet. Das erh</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="sv-SE">ö</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">ht die Wahrscheinlichkeit, schnell</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"> wieder zur Zigarette zu greifen. Sogar dann, wenn beim Rauchen gar kein Wohlgefühl eingetreten sein sollte. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass in der einschlägigen Forschung das Smartphone als Droge mit Folgen für Geist und K</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="sv-SE">ö</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">rper dargestellt wird. Zudem können gar Angst und depressive Gemütszustände von welcher Abhängigkeit auch immer verstärkt werden. Aber kann ich solch wissenschaftlichen Erhebungs-Resultaten in Zeiten von „Fake News“, Forschung und Studien noch Glauben schenken? Ich bin versucht, rein gar nichts mehr zu glauben, was im Internet zu lesen, hören oder sehen ist. Die jüngste Hiobs-Botschaft zu offensichtlich „gekauften Clicks“, welche einem Rap-Sternchen innerhalb von vier Tagen zu Millionen an Followern verholfen haben, bestätigen diese Skepsis nur noch umso mehr! Was ich aus eigener Erfahrung feststelle ist, dass das ganze Thema tatsächlich nicht ganz unproblematisch ist.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 2 lautet deshalb:</b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"> Glaube nicht alles, was du im Internet konsumierst. Auch wenn du das Gefühl hast, es sei wahr oder echt. Aber wisse, dass z.B. Social Media ein Suchtpotenzial wie das von Drogen inne hat.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>SEX, LIEBE, PRIVATE- UND GESCHÄFTLICHE BEZIEHUNGEN LEIDEN.</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Nicht nur die gesundheitlichen Schäden durch eine übermäßige Smartphone-Benutzung sind bedenklich. Laut aktueller Studie sorgt das Gerät auch im Privatleben für eine erschreckende Entwicklung: Demnach geben knapp ein Drittel aller befragten Paare an, dass ihre Beziehung unter dem ständigen Blick auf das Handy leidet. Selbst deren Sexleben. Aber damit wären wir wieder bei den Studien. Dieser Befund und das daraus resultierende Verhalten kommen mir aus meinem eigenen Umfeld dennoch höchst bekannt vor. Ganz allgemein rutscht dabei die Aufmerksamkeit von einem Gesprächsaustausch auf die Bildschirme weg, die Dialoge werden oberflächlicher, die Präsenz ist dahin! Weshalb ich grundsätzlich mein I-phone nicht auf den Esstisch lege, wenn ich mit jemand zum gemeinsamen Lunch oder Dinner verabredet bin. Denn es ist auch nachgewiesen, dass alleine nur schon das Smartphone in Sichtnähe auf dem Tisch zu haben, den Verlauf eines Geschäftsmeetings eminent in dessen inhaltlicher und formeller Qualität stört und mindert. Es gibt auch noch viele andere Lebensbereiche, in welche das Smartphone zweifelsohne eindringt, so wie etwa das Schlafzimmer. Glücklicherweise habe ich es inzwischen geschafft, es vor gut einem Jahr aus meinem Schlafzimmer verbannt zu haben: Die Weckfunktion des „pièce de résistence“ lässt sich trotzdem noch bestens sogar bei geschlossener Tür vernehmen; und man wird auf diese Art erst noch gezwungen, wirklich aufzustehen. Das funktioniert übrigens nur dann gut, wenn ich auch wirklich eine Stunde vor dem Schlafengehen das Phone weglege &#8211; und mir nicht noch bis kurz davor belanglose Stories auf Instagram reinziehe. Ansonsten nehme ich letztere Eindrücke gleich mit in den Schlaf, was sich merklich auf meine Schlafqualität auswirkt. Und zwar im negativen Sinn! </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 3: </b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Verbanne das Smartphone vom Esstisch sowie vom Sitzungs- und Schlafzimmer. Dein privates und berufliches Umfeld wie auch du selbst werden es zu schätzen wissen. Lass dich überraschen! </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>BIG BROTHER IS WATCHING YOU!</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Es ist nicht die Technologie per se, welche mich beirrt. Im Gegenteil, die vielen Apps und Plattformen bieten mehrheitlich hilfreiche Lösungen an, gestalten vieles einfacher, effizienter und kostengünstiger. Die Basis-Idee der integralen Digitalisierung besteht ja im Grunde darin, unser gesamtes Leben aufzubessern, nicht wahr? Momentan fühlt sich dies aber gar nicht so an. Ich hinterfrage mich vielmehr zunehmend, wieviel meiner Zeit und Energie jeden Tag in dieses Gerät fließt und wie viele andere, sinnvollere Dinge ich doch in der selben Zeit unternehmen, kreieren oder auch nicht ausüben könnte. Letzteres wäre dann das sogenannte Nichtstun, das in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen dürfte. Davon bin ich persönlich überzeugt. Doch die produzierenden Techgiganten wissen genau, was sie unternehmen, und verfolgen dabei bloß ein Ziel: Uns von den Apps abhängig zu machen, um damit konstant Daten sammeln zu können, um dann noch mehr Geld damit zu verdienen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 4:</b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"> Rufe dir ins Bewusstsein, dass nichts im Internet wirklich gratis ist. Mit jedem Zücken des Handys gibst du an mächtige Konzerne persönliche Daten weiter. Das alleinige Bewusstsein darüber, hilft ein bisschen beim zurückhaltenderen Umgang damit!</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>ICH HABE GAR KEINE WAHL, ODER?</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">So einfach ist es dann aber auch wieder nicht. Gerade als Medienschaffender bin ich beruflich geradezu gezwungen, viel Zeit mit meinem Smartphone zu verbringen und quasi ständig erreichbar zu sein. Habe ich denn als Filmemacher, Musiker und Moderator eine andere Wahl? Im Gegenteil! Eigentlich müsste ich ja Social Media Influencer werden (so einfach ist das allerdings auch wieder nicht), damit es sich auch auf beruflicher Ebene noch mehr auszahlt. Nur leider bin ich echt nicht so talentiert im permanenten Schießen von Selfies, und Freude bereitet mir das eh überhaupt nicht. Zudem lieben mich meine Familie und Freunde schon genug (und ich sie). Ich bin mithin ganz glücklich ohne „Social Media Likes“ im Leben. Trotzdem beschäftigt mich die Frage nach der Wahl zwischen dem kleineren und dem grösseren Übel, wie die Ausführlichkeit dieses Textes zur Genüge aufzuzeigen vermag. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 5: </b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Finde deine persönliche Einstellung zu Social Media, die für Dich stimmt, und versuche, dein Berufsbild von Dir als Privatperson abzugrenzen! </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-DE"><b>ICH WACHE AUF, DIE WELT OFFENBAR AUCH.</b></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Mittlerweile machen sich vermehrt auch Gruppen und Organisationen dafür stark (</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><u><a href="https://humanetech.com/">https://humanetech.com</a></u></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">), dass Geräte und Applikationen im Silicon Valley mit etwas mehr ethischer Nachsicht entwickelt und produziert würden (mit Ethik meine ich an dieser Stelle die praktische Anwendung von Lebensentscheiden unter Rücksicht auf menschliche Grundwerte). Das klingt auf Anhieb trivial, beschreibt aber tatsächlich das Ursprungsproblem. Die Produkte sind genau so konfiguriert, dass wir möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen, selbst wenn wir dies nicht per se brauchen. Hier gilt es anzusetzen. Solange die Geräte wie aktuell noch immer programmiert werden, wird es für den Konsumenten schwierig bleiben. Im Silicon Valley achten Eltern übrigens streng darauf, dass ihr Nachwuchs m</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="sv-SE">ö</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">glichst wenig Zeit vor Smartphones, Tablets und Computern verbringt. Aus Angst, dass die Kinderseelen verkümmern könnten&#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Es ist wohl kein Zufall, dass sich spätestens jetzt auch die Protagonisten der Wirtschaft und Regierung dem Thema annehmen. So zum Beispiel am diesjährigen WEF in Davos, an welchem diverse CEOs regelrecht Alarm schlugen (</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="en-US"><u><a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/01/davos-ceos-open-up-on-mental-health-and-the-toxic-toll-of-our-connected-lives/">https://www.weforum.org/agenda/2019/01/davos-ceos-open-up-on-mental-health-and-the-toxic-toll-of-our-connected-lives/</a></u></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">). Womöglich sehen sie nunmehr die real wachsende Gefahr, dass ihnen Arbeitnehmer und Steuerzahler „wegbrennen“ könnten. Man kommt nicht mehr darum herum, sich damit zu beschäftigen. Die Lösung liegt womöglich wie so oft bei jedem selbst. Denn selbst wenn die Regierung hierzu eine Normierung einführen würde, lässt sich ein gesunder Umgang mit der uns schon seit vielen Jahren umgebenden Spitzentechnologie immer nur selber umsetzen und LEBEN! Das ist ja mit Alkoholkonsum und vielen anderen Aktivitäten keineswegs anders&#8230;. Digital Detox ist ein hilfreicher Ansatz, sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Es ist wohl auch damit kein Zufall, dass Anbietern von Yoga &#8211; und Meditations-Retreats und Coaches für mehr Achtsamkeit regelrecht die Bude eingerannt wird. Nein, es ist tatsächlich keiner, sondern offensichtlich eine Auswirkung des Drucks, ständig „online“ sein und auf sein Smartphone starren zu müssen, ohne regelmäßig und notwendigerweise richtig abzuschalten: Vor allem unsere psychische, aber ebenso physische Gesundheit wird es uns danken! </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 6:</b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"> Ein bisschen Meditation hat noch nie geschadet. Fange klein an (5-10 Minuten), aber praktiziere täglich. Lass dich auch hierbei überraschen!</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>ZWEI WICHTIGE SCHLUSSBEMERKUNGEN NOCH</b></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Während ich diesen Text verfasst habe, habe ich mindestens 15 mal mein Handy gecheckt: Der daraus resultierende Mehrwert war und ist gleich Null. UND „last but not least“ mag ich Menschen wirklich sehr, jedoch ohne Smartphone in der Hand echt noch ein bisschen mehr als mit. Darauf trink’ ich ein Bier, maximal zwei &#8211; mein Hausarzt lässt grüssen&#8230; </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE"><b>TIPP 7: </b></span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">Man solle sich selbst nicht immer so ernst und wichtig nehmen &#8211; Prost!</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><i><span class="m_7319264077160672687gmail-s2">Rob <span class="il">Holub</span> (<a href="http://www.rob-holub.com/" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=http://www.rob-holub.com&amp;source=gmail&amp;ust=1562159140498000&amp;usg=AFQjCNFQWIecNLZTP7VBy8h2Z-Kx22sPHw">www.rob-<span class="il">holub</span>.com</a>) ist als Filmemacher, Moderator, Speaker und Musiker </span><span class="m_7319264077160672687gmail-s3">ein wahrer Multimedia-Künstler und Entertainer</span><span class="m_7319264077160672687gmail-s2">. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Medien- und Kommunikationsbranche, schafft der gebürtige Berner mit tschechischen Wurzeln zwischen der Schweiz und dem Ausland den Spagat. </span><span class="m_7319264077160672687gmail-s2">Als Filmemacher setzt er sich in seinem Film „Searching for Contact“ (<a href="http://www.searchingforcontact.com/" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=http://www.searchingforcontact.com&amp;source=gmail&amp;ust=1562159140498000&amp;usg=AFQjCNHiUHPLdeE1xMUUjG59dfEltGakxA">www.searchingforcontact.com</a>) mit den sozialen Konsequenzen der </span><span class="m_7319264077160672687gmail-s3">Digitalisierung</span><span class="m_7319264077160672687gmail-s2"> <wbr />auseinander. Mit den </span><span class="m_7319264077160672687gmail-s3">Entwicklungen der neusten Trends im Bereich Technologie &amp; Gesellschaft </span></i><span class="m_7319264077160672687gmail-s2"><i>ist der studierte Medien- und Kommunikationswissenschafter (Billingue-Abschluss) dadurch bestens vertraut.</i><span class="m_7319264077160672687gmail-Apple-converted-space"> </span></span></span></p>
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		<title>Bauen wir Ethik in KI ein? – von Michael Mörike</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Ludwig Verhoeven]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 13:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Diskussion, ob man Ethik in KI einbauen kann, geht weiter. Heute hat wieder Michael Mörike das Wort, der einige interessante neue Aspekte vorbringt. Ja – ich meine, das geht. Ich meine auch, wir haben keine Zeit zu verlieren. Allerdings &#8230;<p class="read-more"> <a class="more-link" href="https://humanithesia.org/bauen-wir-ethik-in-ki-ein-von-michael-moerike"> <span class="screen-reader-text">Bauen wir Ethik in KI ein? – von Michael Mörike</span> Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Die Diskussion, ob man Ethik in KI einbauen kann, geht weiter. Heute hat wieder Michael Mörike das Wort, der einige interessante neue Aspekte vorbringt.</strong></h4>
<p><span style="font-size: small;">Ja – ich meine, das geht. Ich meine auch, wir haben keine Zeit zu verlieren.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Allerdings gebe ich den beiden anderen Diskutanten (<a href="http://humanithesia.org/kann-man-maschinen-und-robotern-ethik-und-moral-beibringen-weber">Karsten Weber </a>und <a href="http://humanithesia.org/pro-und-contra-kann-man-maschinen-und-robotern-ethik-beibringen-2">Georg Ludwig Verhoeven</a>) durchaus auch recht. Wie reimt sich das zusammen?</span></p>
<p><span id="more-1637"></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich meine, es ist unzweifelhaft, dass wir künftig Maschinen nutzen wollen, die uns nicht schaden, sondern möglichst viel Nutzen bringen und uns immer gehorchen, wenn wir sie anstellen. Wenn wir das von autonomen Maschinen fordern, die also von KI gesteuert weitgehend autonom agieren, dann sollten sie sich möglichst so verhalten, wie wir es von Menschen an deren Stelle erwarten.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Vielleicht gelingt dies nicht immer. Dann ist es schon sehr nützlich, wenn es wenigstens in den meisten Fällen gelingt, sagen wir also zum Beispiel in 95% oder noch besser in 99% der Fälle. Menschen verhalten sich ja auch nicht immer moralisch richtig. Und dann ist es eben lästig, wenn die Maschine in den restlichen 1% der Fälle so agiert, dass wir bei einem Menschen von „böse“ sprechen würden.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Gut – dann „denkt“ die Maschine nicht selbst nach, ob sie nun ethisch gehandelt hat. Das erwarte ich auch nicht – weder jetzt noch in Zukunft. Sie führt dann keinen inneren Diskurs über die erforderliche Ethik. Und erst recht kann sie nicht alle Verästelungen von ethischen Grundsätzen berücksichtigen. In diesem Sinne hat sie keine &#8222;Ethik&#8220; eingebaut. Dennoch finde ich es ausgesprochen nützlich, wenn die Maschine in 99% der real vorkommenden Fälle in unserem Sinne korrekt brauchbar handelt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Ethik als Wissenschaft vom richtigen Handeln wird also nicht eingebaut, wohl kommen aber viele ihrer Auswirkungen zur Anwendung.<br />
In einem schlauen Computerprogramm ist schließlich auch nicht &#8222;Mathematik&#8220; eingebaut als Wissenschaft von logischen Bezügen von komplexen Strukturen. Wohl aber kommen viele ihrer Methoden hoffentlich ganz schön schlau zur Anwendung.<br />
Außerdem kann man auch nicht die &#8222;Medizin&#8220; als Wissenschaft vom gesunden und kranken Körper und seinen Heilmethoden in Tabletten verpacken, sondern bestenfalls die intelligent zur Anwendung gebrachten chemischen Stoffe.<br />
Und dennoch sagen wir, wir schlucken &#8222;die Medizin&#8220;, oder wir sagen ein schlaues Computerprogramm &#8222;enthält Mathematik&#8220;. Warum sollen wir dann nicht auch sagen, in einen Roboter &#8222;ist Ethik eingebaut&#8220;?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Wenn ich also sage, ich &#8222;baue Ethik in KI&#8220; ein, dann ist das vielleicht etwas salopp ausgedrückt und wissenschaftlich nicht korrekt. Dennoch versteht jeder gut, was gemeint ist, nämlich eine Maschine, die in 99% aller Fälle richtig agiert, wo ihr Handeln auf Menschen gerichtet ist – dafür oder dagegen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Schließlich fordern wir dringend von autonom agierenden Maschinen, dass sie so agieren, wie wir Menschen uns das wünschen. Und damit es nicht anders kommt, sollten wir uns zügig an die Arbeit machen und nicht lange debattieren, ob es sprachlich korrekt ist. Wir haben keine Zeit zu verlieren!</span></p>
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		<title>Warum nicht alles intelligent ist, was sich intelligent nennt</title>
		<link>https://humanithesia.org/warum-nicht-alles-intelligent-ist-was-sich-intelligent-nennt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Georg Ludwig Verhoeven]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 May 2017 09:06:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff Künstliche Intelligenz ist aktuell in Mode. Aber halten die Produkte, die mit KI arbeiten, was sie versprechen bzw. was wir von ihnen erwarten? Die Antwort kann nur ein klares „Jein“ bzw. „kommt drauf an“ sein. Von Georg-Ludwig Verhoeven &#8230;<p class="read-more"> <a class="more-link" href="https://humanithesia.org/warum-nicht-alles-intelligent-ist-was-sich-intelligent-nennt"> <span class="screen-reader-text">Warum nicht alles intelligent ist, was sich intelligent nennt</span> Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Begriff Künstliche Intelligenz ist aktuell in Mode. Aber halten die Produkte, die mit KI arbeiten, was sie versprechen bzw. was wir von ihnen erwarten? Die Antwort kann nur ein klares „Jein“ bzw. „kommt drauf an“ sein.</strong></p>
<p>Von <strong>Georg-Ludwig Verhoeven</strong></p>
<p>Wir empfinden unsere Navigationssystem im Auto als „intelligent“: Nicht nur schlägt es uns eine optimale Fahrtroute vor, sondern es nennt uns auch die voraussichtliche Ankunftszeit, informiert uns, wenn es Störungen auf dem Weg gibt und schlägt eine Alternativroute vor. Doch nicht nur das: Es nennt uns wichtige Punkte am Weg, Tankstellen, Radarkontrollen und vieles mehr.</p>
<p>Aber ist das Navigationssystem deswegen „intelligent“? Das ist Definitionssache. Gängige Definitionen von „Intelligenz“ beinhalten immer das Lernen aus gemachten guten oder schlechten Erfahrungen. In dem Sinne ist das Navigationssystem nicht „intelligent“, denn es lernt nicht dazu aus Erfahrungen, ist aber sehr schnell, fleißig, präzise und zuverlässig beim Auswerten der riesigen und ständig aktualisierten Datenbestände, die ihm zur Verfügung stehen.</p>
<p>Und das Navigationssystem ist dabei nur ein Beispiel: Es gibt inzwischen sogenannte „intelligente“ Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte, Werkstoffe, sogar „intelligente“ Knete und vieles mehr. Es lohnt sich also immer, bei angeblich „intelligenten“ System zu hinterfragen, ob sie nicht Wirklichkeit „nur“ schnell, fleißig, präzise und zuverlässig sind &#8211; und zu fragen, ob sie tatsächlich auch lernen. Sicher: Natürlich können sie, auch ohne im strengen Sinne „intelligent“ zu sein, dennoch nützlich und hilfreich sein – eine Inflation des Begriffes „(künstliche) Intelligenz“ ist aber nicht wünschenswert.</p>
<p>Schon eher als „intelligent“ bezeichnen kann man den Esel, der angeblich an der gleichen Stelle nicht zweimal fällt. Und eine gewisse „Intelligenz“ zeigte auch ein Navigationssystem in einem Werbespot, in dem der Fahrer die Anweisungen des Navis konsequent ignoriert. Mit den Worten „Ich werde wohl hier nicht gebraucht!“ schaltete es sich ein und klappte sich weg. Das war nicht nur intelligent, sondern sogar emotional. Menschlich eben.</p>
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