Warum wir ein Gütesiegel für humane IT benötigen

Ein Plädoyer.

von Egon Scherer

Die IT ist ein Musterkind des dualistischen Denkens Platons und ist in fast alle relevanten Lebensbereiche des Menschen „eingezogen“. Verbunden damit haben sich einerseits unsere Optionen des Konsums, der Lebensstile deutlich erhöht, für viele Menschen hat sich auch der Lebensstandard deutlich verbessert.

Wir haben unser Leben unter eine Lupe gelegt, sichtbares in immer kleinere Einheiten zerlegt. Diese Einheiten haben wir mittels IT immer effizienter gemacht, aber auch an vielen Stellen den Blick fürs Ganze, die Harmonie und den Sinn zumindest teilweise verloren. Einher damit ging und geht das Erfassen unserer Lebensgewohnheiten unserer Meinungen, eben alles was für die Wirtschaft und Politik von Relevanz ist.

Die Menschenrechte sind offiziell immer noch gültig, werden aber zunehmend durch die praktizierte Art und Weise des IT-Einsatzes immer mehr verletzt. Gerechtfertigt wird dieses tun mit der Notwendigkeit weiteren Wachstums (TINA), dass wir hierbei zunehmend unseren Planeten nachhaltig schädigen, ist offensichtlich. Die Verstärkung dieses logisch rationalen Denkens, zur Generierung von weiterem Wirtschaftswachstum, verletzt quasi beschleunigt die humanitären Aspekte des IT-Einsatzes in Form von Verletzung der Privatsphäre, Generierung von Bedürfnissen die unter humanitären und sozialen Aspekten keinen Fortschritt darstellen.

Logisch rationales Denken in der bisherigen Form führt zu Systemen der künstlichen Intelligenz (KI) die von wenigen Menschen gesteuert werden oder gar den Menschen als Resource nutzen. Ein Gütesiegel für den humanen Einsatz der IT, wie ihn die Integrata Stiftung fordert, ist dringend erforderlich wollen wir nicht die Kontrolle an Wenige oder gar an die Roboter verlieren. Wir benötigen globale oder zumindest lokale Digitalisierungsrechte, deren Basis die Menschenrechte sind! Hierzu bedarf es Menschen, für die Ethik, Solidarität, Empathie, Mitgefühl, Selbstlosigkeit….. Werte sind die das Leben lebenswert machen.

 

Weiterführende Links:

Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik habe ich den Einsatz der Informationtechnologie als lokale EDV, im Kontext des Internets, bis zur globalen Digitalisierung vorwiegend in Managementfunktionen begleitet. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit philosophischen und soziologischen Aspekten in diesem Kontext. Fragen nach dem Beitrag zur Lebensqualität dieser Technologien führten mich zum Bereich Resonanz und Kunst.

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